Noi e le storie 2026. Indagare il passato, capire il presente con il Patrocinio dell’Università di Trento.
Nero come il diavolo, nero come il peccato o nero come un etiope. È esistito un razzismo nel Medioevo?
Zeitraum: Dienstag, 06. Oktober 2026
Beginn: 15:30
Ende: 17:00
Nero come il diavolo, nero come il peccato o nero come un etiope. È esistito un razzismo nel Medioevo?
Hannes Obermair im Gespräch mit Giuseppe Albertoni, Autor des Buches "Il santo, l’etiope e il diavolo. Avere la pelle nera nel Medioevo", il Mulino, Bologna, 2026
Wie kam es dazu, dass der heilige Mauritius, ein Heiliger afrikanischer Herkunft, der Ende des 3. Jahrhunderts den Märtyrertod starb, im Mittelalter zum Schutzpatron Ottos I., des ersten sächsischen Kaisers, wurde und sich später als „Schutzpatron“ des römisch-germanischen Reiches etablierte? Warum wurde dieser Heilige im 13. Jahrhundert in der Magdeburger Kathedrale, wo er über die sterblichen Überreste Ottos wachte, mit schwarzer Haut und den Gesichtszügen eines Subsahara-Afrikaners dargestellt? In dieser Veranstaltung wird versucht, Antworten auf diese Fragen zu geben, und ausgehend vom Beispiel des Heiligen Mauritius wird darüber nachgedacht, was es im mittelalterlichen Europa bedeutete, „schwarz“ zu sein, und insbesondere, wie die „Äthiopier“ dargestellt und wahrgenommen wurden – ein Sammelbegriff, mit dem seit der Antike Afrikaner mit dunkler Hautfarbe bezeichnet wurden. Auf diese Weise soll versucht werden, das Verhältnis zwischen Hautfarbe und Wahrnehmung des Anderen im Mittelalter zu verstehen – einer Epoche, in der sich ein biologisches Verständnis von „Rasse“, wie es erst in der Neuzeit entwickelt wurde, noch nicht durchgesetzt hatte.
EB